...die kleine Zeitung mit der großen Wirkung!

Der „blickpunkt“ gehört zur Stadt. Auf unserer Webseite kann man alle Ausgaben seit 1969 lesen. Die Leserinnen und Leser bekommen dabei einen Einblick in die Stadtgeschichte. Es ist eine Geschichte von links, die auch für Neubürger interessant ist. Der „blickpunkt“ - die Zeitung der DKP für Mörfelden-Walldorf - ist die außerparlamentarische Begleitung der DKP/LL Fraktion im Stadtparlament unserer Stadt. Seit über 50 Jahren kommt der „blickpunkt“ in fast jedes Haus. Wir drucken regelmäßig acht Seiten und monatlich 14.500 Exemplare. Finanziert wird die Zeitung im Wesentlichen durch unsere Mandatsträger, die ihre Sitzungsgelder dafür zur Verfügung stellen. Wir erhalten aber auch sehr oft Spenden von interessierten Leserinnen und Lesern. Diese sind notwendig und immer willkommen.

08.06.2020
#BlackLivesMatter
Solidaritätsveranstaltung in Mörfelden
Black Lives Matter (englisch für „Schwarze Leben zählen“) ist eine internationale Bewegung, die in den Vereinigten Staaten entstanden ist und sich gegen Gewalt gegen Schwarze bzw. People of color eintritt. George Floyd wurde Opfer von rassistischer Polizeigewalt, in den USA gibt es seitdem soziale Unruhen. Die Solidaritätsdemo wurde kurzfristig von der DKP und SDAJ mündlich und über die soziale Medien eingeladen, ein neuer EXTRA-blickpunkt wurde verteilt.
07.06.2020
blickpunkt extra
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03.06.2020
#GeorgeFloyd
ermordet am 25. Mai 2020 in Minneapolis
Während der Polizist Derek Chauvin auf der Kehle Floyds kniet, sagt dieser immer wieder: „Ich kann nicht atmen.“ Total erschöpft versucht er den Polizisten mitzuteilen, dass er erstickt: „Ich kann nicht mehr. Mein Magen schmerzt, meine Nacken schmerzt, alles schmerzt.“ Floyd bittet um Wasser und sagt zu den Polizisten „Ihr werdet mich töten, Mann!“ Seine letzten Worte sind dem Video zufolge „Mama“ und „Bitte“.
Der Polizist mit der Sonnenbrille auf der Stirn nahm dabei nicht einmal die Hand aus seiner Hosentasche.
Die Wut über den alltäglichen Rassismus in den USA und die Polizeigewalt gegen Schwarze treibt immer mehr Menschen auf die Straßen der Nation, die sich allzugern als Speerspitze der »freien Welt« versteht. »I can’t breathe« (»Ich kann nicht atmen«), ist einmal mehr der Satz, den die Protestierenden im ganzen Land skandieren. Der schwarze US-Bürger Floyd hatte die Worte mehrfach gesagt, als er mit Handschellen gefesselt auf dem Boden lag, während ein weißer Polizist minutenlang auf seinem Hals kniete. US-Präsident Trump: Bezogen auf den Bürgermeister von Minneapolis, schrieb er: »Entweder kriegt der sehr schwache Bürgermeister der Radikalen Linken, Jacob Frey, die Kurve und bringt die Stadt unter Kontrolle, oder ich schicke die Nationalgarde rein und erledige den Job richtig.« »Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir die Kontrolle übernehmen, aber wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen.«
Die Solidarität mit den mit den Menschen die entschieden gegen den Rassismus auftreten wird wichtiger. Auch in unserer Stadt ist sie nötig.
Solidarität
mit den Protestierenden in den USA

Kundgebung in Mörfelden
Montag 8. Juni 2020 - 18:00 Uhr
Langener Straße 2 "Am Dalles"
DKP Mörfelden-Walldorf
21.05.2020
Geheimbeschlüsse zur Naturzerstörung
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Das war ein Coup wie aus dem Sonntagskrimi: Während die Corona-Krise alles beherrscht, eine Notverordnung die andere jagt, Grundrechte massiv außer Kraft gesetzt werden, Bürger und Geschäftsinhaber kujoniert werden, stellt die Rathauskoalition in aller Heimlichkeit die Weichen für die umstrittene Bebauung der "grünen Lunge" von Mörfelden-Walldorf.
Der im Landtag gegen die Stimmen der Linkspartei hastig verabschiedete neue § 51 a erlaubt es nämlich, dass der Haupt- und Finanzausschuss an Stelle der Stadtverordnetenversammlung Beschlüsse fasst und zwar nichtöffentlich.
Das sah die "Rathauskoalition" (FW, FDP, SPD) als Chance, auf den Zug des "Großen Frankfurter Bogens" aufzuspringen, ohne dass es die Öffentlichkeit bemerkt.
Die Rathauskoalition möchte dieses Programm nutzen, um umfangreiche Grünflächen ("Grüne Mitte" im Bereich Walldorf Süd-Ost, Seegebiet) als Baugebiete auszuweisen. Das widerspricht jeder ökologischen Vernunft und auch der offiziellen Klimapolitik der Stadt Mörfelden-Walldorf.
Das Projekt bedeutet im Klartext, dass die Stadt Frankfurt unter Mithilfe des Landes Hessen ihr Wohnungsproblem dem Umland aufhalsen möchte. Wir sollen für Frankfurt bauen. Natürlich gibt es dafür ein paar Landeszuschüsse, die aber die unvermeidlichen Folgekosten (Verkehr, teure Infrastrukturmaßnahmen, Kindergärten usw.) sicher nicht zu decken vermögen, von den Umweltschäden ganz zu schweigen. Und dass die Mehrheit der geplanten Wohnungen bezahlbare Sozialwohnungen sein werden, daran darf wohl mit Recht gezweifelt werden.
Dass die Bestimmung des neuen "Ermächtigungs-Gesetzes" eine "Kann"-Bestimmung ist, und keineswegs unter allen Umständen verpflichtend, wischte der Stadterordnetenvorsteher Werner Schmidt vom Tisch. Zu Hilfe rief er dabei, wie oft in solchen rechtlich zweifelhaften Fällen, die Rechtsanwaltskanzlei Schlempp aus Wiesbaden. Die hat seit der Bildung der Rathauskoalition 2016 schon weit über 30,000 Euro für 39 Gutachten und Stellungnahmen aus der Stadtkasse bezogen. Sie gab Herrn Schmidt in diesem Fall zwar nur teilweise Recht und wies auf unerfüllte Bedingungen für dieses Vorgehen hin. Aber was soll's – die Baulobby drängt im Hintergrund, die Spekulation steht in den Startlöchern. Also wurde die Beteiligung am "Großer Frankfurter Bogen" in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.
Die DKP/LL-Fraktion protestierte scharf gegen dieses "Coup" – aber kaum eine Zeitung wagte es, diesen Protest zu veröffentlichen.
"Warum müssen wir in unserem hoch belasteten Gebiet die letzten Grünflächen antasten, um Wohnraum für Menschen zu schaffen, die vom Großkapital hierher gelockt wurden, und deren Heimatgebiete sich langsam entvölkern?" Wie vereinbart sich das mit der Klimaschutzpolitik der Stadt?
Aus dem Bericht des Arbeitskreises "Bezahlbares Wohnen" der DKP/LL